So ungemütlich war es das ganze Jahr nicht: Nur 8° Grad und es war Regen angesagt.
Am Goldwaschplatz angekommen waren wir zunächst erleichtert, denn es regnete (noch) nicht.
Aber kaum war die Ausrüstung ausgepackt kam schon der ersten von zahlreichen Regenschauern.
Goldwaschen-am-Rhein.de
Klondike am Rhein !
Goldwaschen..
Als einzige Gäste hatte ich heute eine Gruppe Deutscher, die in der Schweiz zusammen arbeiten.
Diese waren eine "aufgestellte" Truppe, wie man in der Schweiz sagt.
Soll heißen: Sie waren trotz des schlechten Wetters guten Mutes. Gut ausgerüstet mit Regenkleidung ließen sie sich durch das Wetter nicht aus der Ruhe bringen.
Gemeinsam hatten sie schon zusammen in der Schweiz an der Fontanne gewaschen und präsentierten mir ein Glasröhrchen mit ihren respektablen Funden.
Trotz ihrer bereits erfolgreichen Waschversuche in der Schweiz belegten sie bei mir noch einen Kurs. Sie vermuteten nämlich, daß auf jeden gefundenen Flitter ein verlorener Flitter komme, und wollten ihre Waschtechnik verbessern.
Das gestaltete sich diesmal als kleine Herausforderung für mich. Es hatte nämlich jeder seine eigene Pfanne mitgebracht - jede ein anderes Fabrikat !
Z. Bsp eine grüne "Klondyke" mit großen, groben Riffeln und eine riesige "Garrett" mit ca. 45 cm.
Auch wenn generell jede Pfanne mit Rillen nach dem selben Prinzip funktioniert, gibt es doch im "Feintuning" unterschiedliche Waschmethoden bei den Pfannen.
Beispielsweise hält die eine Pfanne durch hohe Rillen viel zurück, gleichzeitig ist ihr Boden aber sehr klein und die "Wipp-Technik" passt nicht zu dieser Pfanne. Die Riesenpfanne hat natürlich einen großen Boden, andererseits sind mir ihre Rillen zu klein.
Es war auch nicht einfach noch eine gute Stelle zu finden. Die anfangs ausgewählte jedenfalls erbrachte nur wenige und kleine Flitter. Also wechselten wir zu einer anderen Stelle. Diese war zuerst auch nicht sehr bemerkenswert, bis ich ca. 2m davon entfernt prospektierte.
immerhin waren dort bis zu 3 Flitter pro Pfanne möglich.
Immer wieder von Regengüssen überschüttet versuchte ich mich daran ein Grillfeuer möglichst im Trockenen zu entzünden. Es gelang mir nur mehr schlecht als recht, denn das feucht gewordene Holz qualmte heftig. Ich roch danach wie in einer Räucherkammer.
Nachdem wir uns ausgiebig gestärkt hatten wollten die " 4 Musketiere" ; ) noch die Schleuse ausprobieren.
Nach Auslegen der Rinne suchten wir uns aufs Geradewohl eine Stelle aus und die Vier arbeiteten zusammen an der Schleuse. Nach kurzer Zeit war ein größeres Loch im Kies entstanden und die Neugier auf die Ausbeute war groß.
Und diese konnte sich wirklich sehen lassen! Siehe Bild:
Trotz des widrigen Wetters hat meiner Gruppe und auch mir der Tag viel Spaß gemacht!
Vielen Dank und Grüße in die Schweiz !