Als ich heute frühzeitig am Sammelpunkt antraf waren die ersten Gäste schon da. Kein Wunder, denn einige hatten einen sehr weiten Weg hinter sich und hatten in Freiburg Zwischenstation gemacht, bzw. die Nacht im Auto verbracht um eventuellen Staus auszuweichen und rechtzeitig zum Goldwaschen zu kommen. Einer der Gäste hatte die über 400km lange Fahrt aus dem Münsterland angetreten. Obwohl sich das schon rekordverdächtig anhört konnte ein anderer Teilnehmer dies noch toppen: 600 Km Strecke mit ca. 5 Std. Fahrtzeit nur um hier beim Goldwaschkurs dabei zu sein!!
Respekt !
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Goldwaschen..
Weitere Gäste trafen aus dem Schwarzwald und der Stuttgarter Gegend ein. Das Wetter war heiter und sonnig. Herrlich nach der veregneten Woche zuvor! Nur musste man sich fast wieder an diese "Hitze" gewöhnen.
Da der Wasserstand immer noch relativ hoch war begaben wir uns wieder an die bei den beiden letzten Kursen besuchte Stelle. Recht schnell war die Technik zur Auffindung des Goldes erklärt und wurde mit Begeisterung umgesetzt. Auch beide Rinnen waren ständig im Gebrauch und konnten ihre Fähigkeiten zeigen. Auch wenn immer wieder Goldflitter gefunden wurden war die Ausbeute heute etwas geringer als sonst. Zum Beispiel konnte nach 45 Minuten in einer Rinne nur 2 Flitter gefunden werden. Das Rätsel war schnell gelöst: Der Teilnehmer hatte genau dort gegraben wo vielleicht eine Woche zuvor ein anderer Goldsucher seinen Abraum hineingekippt hatte. Es spricht für die Schleuse, daß nun in dem bereits durchsuchten Material doch noch Gold gefunden wurde.
Und wieder nutzten einige Teilnehmer die Zeit bis das Grillgut gar war um "noch schnell eine Pfanne"
zu waschen. Auch die Kinder waren eifrig dabei; die einen beim Goldwaschen, die anderen beim Muschelsuchen.
Viel zu schnell verging die Zeit und mancher wäre sicher noch gerne geblieben. Aber das offizielle Kursende war schon überschritten und da einige doch noch eine sehr lange Heimreise vor sich hatten, traten wir dann gemeinsam den Rückweg an.
Das war auch schon ein tolles Bild an sich: Viele Radfahrer und Spaziergänger betrachteten erstaunt die langgezogene, ca. 200m lange Goldsucher-"Karawane" welche sich auf dem Rheindamm zum Parkplatz bewegte. Die beiden Teilnehmer mit dem längsten Anfahrtsweg werden vielleicht auch künftig Goldwaschen als Hobby betreiben wollen. Als sie feststellten, daß sie "nur" 200km voneinander entfernt wohnen, könnte dies der Beginn einer echten "Digger" Freundschaft werden.
Natürlich habe ich angeboten ihnen mit Rat und Tipps zur Seite zu stehen, denn in ihren Gefilden ist Gold recht selten und sehr fein.