Das Rheingold - Kuriose und interessante Funde
An einem Tag im August 2008 hatte ein bekannter Goldsucher ein TV-Team an den Rhein eingeladen, welches uns beim Goldwaschen filmen wollte. Goldsucher Rainer Kracher und ich waren auch dabei. Daß neben interessanten Begleitmineralien und schönen Goldflittern gleich ein Sensationsfund gemacht werden würde, damit hatte keiner gerechnet!
Üblicherweise wird Gold von seinem Ursprungsort in Flüssen und Bächen transportiert und dabei immer feiner zermahlen.Man hatte aber auch festgestellt, daß Gold auch wieder "wachsen" kann, da keine goldhaltigen Zuflüße für das Anwachsen verantwortlich sein können. Wie kann das sein? Gold ist allem Anschein nach eben chemisch nicht so träge, wie wir es noch in der Schule lernten. Feindisperses Gold gibt es - so die Ergebnisse der Wissenschaftler - auch in gelöster Form im Wasser und es wird an geeigneten Kristallisationspunkten wieder ausgeschieden", erläutert wiederum Goldexperte Werner Störk. "Täglich entsteht so im Bach- oder Flussbett neues Gold."
Das war bisher nur eine Theorie, deren wissenschaftlicher Nachweis vermutlich nicht so leicht zu erbringen sein dürfte. Bis zu diesem Tag als R.Kracher aus dem Wurzelwerk des Ufers dieses vermutlich mittelalterliche Kupferblech zog! Es zeigt, daß die basische Umgebung des Wurzelgeflechts in Verbindung mit einem leitenden Metall zu solchen Anreicherungen fähig ist.
Kupferblech mit Goldanlagerungen.
Enspricht ungefähr der Originalgröße
Die drei oberen Bilder wurden mit freundlicher Unterstützung von Goldsucher Rainer Kracher zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!
Goldsuche am Rhein ist mehr als Goldsuche. Es ist ein bischen wie Schatzsuche oder wie das Stöbern in einer Zeitkapsel. was für interessante Dinge kann man dort finden! Wer erinnert sich noch an die alten Döschen für Creme usw.? Ich bin immer wieder überrascht, wie gut der Erhaltungszustand zum Teil ist. Von diesen schmalen Tablettendöschendeckeln habe ich sicher schon mehrere Dutzende gefunden. Irgendjemand vermisste wohl auch mal sein Gebiss, leider waren keine Goldzähne dran ; ). Kein Goldwäscherlatein: Einmal fand ich im festgebackenen Kies eine Sonnenbrille, bei der beide Gläser noch ganz waren!! DAS nenne ich unzerbrechlich!
Und noch eine Bitte an ALLE Goldsucher: Wir haben das einzigste Hobby,bei dem wir den Fluß von Blei befreien können. Also: Nicht wieder reinschmeißen, sondern mitnehmen und entsorgen! Wer jetzt meint: "Das bischen Blei", der rechne mal hoch wie viel Kies er bewegt hat und wie viel Blei dann noch im Rhein sein muss.
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Blei bitte sammeln und fachgerecht entsorgen.

Alleine dieses Stück rechts hatte 17,25g.
Schade! Ein Nugget in der Größe wäre mir lieber gewesen.
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