Goldwaschen in Kolumbien
Ein Bericht von Markus Soja
Unser Aufenthalt im Departemente Caldas - Kolumbien
 
Am heutigen Morgen ging es mit dem Jeep zunächst an einen Fluss, der in der Umgebung gelegen ist umgeben von beeindruckenden Bergen. Der Weg war ziemlich holprig, der durch die heftigen nächtlichen Gewitter erschwert wurde. Direkt links und rechts des Weges standen vereinzelt bewohnte Häuser. In unmittelbarer Umgebung dieser kleinen Häuser verbargen sich zahlreiche kleiner Minen, die Umgeben von Viehweiden und der schönen hiesigen Vegetation waren. Alles war für ortsunkundige Personen vollkommen unscheinbar! Hier wurde bereits seit den frühen Morgenstunden gearbeitet. Zunächst besuchten wir einen direkt am Flusslauf arbeitenden Goldwäscher, der durch den heftigen Regen der vergangenen Nacht angeschwemmten Sand auf den künstlich angelegten Kiesbän ken durchsuchte. Nun ging es direkt weiter zu einer anderen in der Umgebung gelegenen Mine. Quer durch mannshohe Zuckerrohrfelder und über die dort gelegenen Viehweiden „arbeiteten“ wir uns bis zum Minengelände vor. Zu unserer Überraschung stellten wir fest, dass auf den Minengelände vorhandene Bambusverschläge den dort arbeitenden Minenarbeitern als Übernachtungsmöglichkeiten dienten. Wir wurden dort freundlich auf die kolumbianische Art in Empfang genommen und uns unsere gesamten Fragen beantwortet. In der Mine bot sich uns das bereits gewohnte Bild von den bereits schon in den vorherigen Tagen besichtigten Minen. Auch hier scheint die Zeit um gut 200 – 300 Jahre stillzustehen Die Arbeitsmethoden gleichen den Methoden zur Zeit des Steinkohlbergbaus im Ruhrgebiet. Nur wenige neue technische Errungenschaften gehörten zur Zeit der Moderne: Unter anderem gehört dazu die unbedingt erforderliche Pumpe, um das ständig vorhandene Grundwasser aus d en Schächten der Minen zu entfernen. Auch in dieser Mine wurde uns alsbald schon das soeben gewaschene Gold präsentiert: Eine handvoll in der Sonne glänzende goldgelber hochkarätiger Nuggets!
 
Zur Fortsetzung unseres Weges war nun die Überquerung des Flusses notwendig. Auch heute stimmt daher unsere Ausrüstung wieder: Die unverzichtbaren Gummistiefel waren immer dabei! Ging es am Fluss wieder durch die zahlreich vorhandenen mannshohen Zuckerrohrfelder, Ananas- und Bananenstauden weiter zu den nächsten Minen. Hier erkannten wir die unbedingt erforderliche Notwendigkeit des Einsatzes der modernen Technik – zumindest den Einsatz angemessener Pumpen! Den wir kamen an einem etwa 10 Meter in die Tiefe vorangetriebenen Schacht vorbei, der randvoll mit Grund- und Regenwasser war! Auf Grund der hier gegebenen Situation konnte in dieser Mine nicht gearbeitet werden und die Arbeiten mussten ruhen. In einer weiteren Mine, die in den Bergen gelegen war, bot sich das gleiche Bild für uns: Der etwa 5 Meter tiefe Schacht war bis zum Oberrand mit Wasser gefüllt! Leider konnte auch in dieser Mine aus den gegebenen Gründen nicht gearbeitet werden.
 
Heute hatten wir daher nicht besonders viel Glück in Bezug auf die von uns geplante Goldwäsche. Dennoch lag auf dem unwegsamen Weg ein typisches Symbol des Glücks, das von einem Pferd verloren wurde: Ein Hufeisen!
 

Darum hatten wir die gute Hoffnung für den kommenden Tag mehr Erfolg haben zu können. Für heute traten wir in jedem Fall erst einmal den Rückweg an, da der auf diesem Streckenabschnitt verkehrende Jeep nur 3 Mal täglich hier vorbei kam. Genussvoll konnten wir auf dem Rückweg die beeindruckende Berglandschaft der kolumbianischen Anden bewundern und uns auf den nächsten Tag freuen.
 Das gefundene Hufeisen: Unser Symbol des Glücks für den weiteren Tag!
 
Durch einen ortskundigen Bekannten haben wir die weitere Möglichkeit erhalten, die in der Umgebung liegenden Minen zu besichtigen. Zunächst fuhren wir am heutigen Morgen mit dem Bus einige Minuten am Flusslauf entlang in Richtung der sehr beeindruckenden Berge.
 
Denn unser weiterer Weg führte uns heute durch die am Fluss gelegenen meterhohen Zuckerrohrfelder, die direkt am Fuß der Berge lagen. Auch heute gehörten zu unserer unverzichtbaren Ausrüstung wieder die Gummistiefel, da unser Weg uns durch sehr unwegsames Gelände führte. Erschwerend kam wieder hinzu, dass es in der vorausgegangenen Nacht wieder heftige Gewitter gegeben hatte. Der Weg war daher sehr schlammig und aufgeweicht.
 

 

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