Goldwaschen in Frankreich am Gardon und Ceze`
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 Dieses Jahr wollte ich mir einen kleinen Traum erfüllen und eine Woche mit befreundeten Goldsuchern
in der malerischen Provence verbringen, um in den Flüssen Gardon und Ceze nach Gold zu suchen.

Bilder: Fluss Gardon und Brücke bei Anduze >
Gardon und Viadukt bei Anduze
1.Tag: Als Treffpunkt war der Campingplatz "Chercheur d`Or" (Goldsucher) ausgemacht.Als ich am späten Nachmittag ankam waren alle schon da, aber keiner am Platz. Klar, daß alle schon die ersten Proben am Fluß testeten, aber ich musste erst das Zelt aufbauen. Als ich fertig war kamen die anderen vom Gardon mit den ertsten schönen Flittern bis Größe 3mm zurück.

2.Tag:Während Horst und Norbert an einem anderen Flußabschnitt ihr Glück versuchten, fuhren wir durch das malerische Städchen Anduzè um bei der dortigen Eisenbahnbrücke Gold zu waschen.Schnell waren die Pfannen ausgepackt und die Rinnen aufgebaut. Die ersten Ergebnisse waren jedoch nicht ehr vielversprechend. Damit wollte ich mich nicht zufriedengeben und begab mich mit Pfanne und Schaufel mal hierhin mal dorthin, bis ich nach ca. 1 Stunde eine gute Stelle hinter einer alten Baumwurzel gefunden hatte. Ehrensache, daß ich die gute Fundstelle den anderen mitteilte und nach und nach fanden sie sich in meiner Nähe ein. Goldsucherkollege Nino frage mich, ob er eine Probepfanne aus meinem Grabloch entnehmen dürfe und fand gleich in der ersten Pfanne einen 4mm Flitter. Grrr, das wäre meiner gewesen ; ). Es war mühsam, den fest zusammengefügten Kies zu lösen und so legte ich immer wieder eine kleine Pause ein, auch um den historischen Dampfzug zu bewundern, der mit Pfeifen und Schnauben, eingehüllt in Dampfwolken über die Brücke fuhr. Am Ende hatte ich das beste Ergebniss des Tages und hatte sicher ein Dutzend Flitter bis 5mm dabei.Auch Roland und Uli hatten nun an ihrer neuen Stelle Erfolg mit schönen Funden.
3.Tag: Horst, in der Gegend aufgewachsen, kannte Land und Leute und konnte daher vom Campingplatzinhaber einen Tipp ergattern: 3 km weiter an einem kleinen Stauwehr sei ein guter Platz.Auf den ersten Blick vielversprechend, mit vielen interessanten Spalten im Bedrock. Norbert, Horst und Nico zogen dann auch gleich mit Spaltenkratzer und Saugpumpe los um einige Nuggets zu suchen. Obwohl die Goldwaschsaison offiziell erst am 15. Mai begonnen hatte, sahen die meisten Spalten wie ausgeschleckt aus. Unter anderem sah ich eine natürliche Goldfalle im Fluß die ca. 5m lang, 40cm breit und 70cm tief war, welche komplett ausgeräumt war.Gerne hätte ich erfahren, welche Funde dort gemacht worden waren... Obwohl sich im Kies keine guten Ergebnisse zeigten legten wir anderen die Schleusen aus. Gute Ergebnisse kann man sich auch mit fleißigem Schaufeln erarbeiten. Die Ausbeute nach 2 Stunden Arbeit war enttäuschend: ca. 15 kleinere Flitter. So konnte es nicht weitergehen! Ich packte meine Ausrüstung zusammen und fuhr zurück zum Campingplatz.Am ersten Abend hatte ich dort einen frischausgebaggerten Kanal parralell zum Gardon entdeckt. Wozu noch selber graben, wenn jemand das mit dem Bagger schon erledigt hat? Außerdem versprach ich mir in dem Aushub von ca. 2m Tiefe reiche Beute. Den ganzen Tag streifte ich den Kanal entlang ohne nennenswertes Ergebnis.So kam ich dann schließlich an eine Kiesbank an der schon 3 andere Goldsucher arbeiteten. (Eine Frau war auch dabei, in Frankreich nichts ungewöhnliches). Ich suchte mir eine Stelle an einer schräg abfallenden Kiesbank, denn dazu habe ich meine ganz egene Theorie. Und ich wurde fündig! Keine großen Flitter zwar, aber viele viele kleine. Dann wurde es Zeit zum Zelt zu gehen, denn das ständige Bücken, Knien usw hatte mich ganz schön geschafft! Ich war Abends kaum noch fähig aus dem Campingstuhl aufzustehen.
4.Tag: Nach dem gestrigen Misserfolg entschlossen sich einige von uns wieder den Platz an der Brücke bei Anduzè aufzusuchen. Eine harte Arbeit, die sich für jeden lohnte: Mehrere Flitter 3-4mm, einen sogar von 5mm. : )
An der Flußbiegung der Brücke bei Anduze

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